Die Mystische Kabbala

  • Ich möchte hier einige Zitate aus dem Buch "Die Mystische Kabbala" von Dion Fortune vorstellen. Vielleicht regt es den einen oder anderen ja zum nachdenken und nachforschen an. Freue mich über Kommentare und Austausch zum Thema.

    Quote

    "Wir wissen, dass durch die Einweihung die spirituellen Kräfte auf höherer Ebene gefördert werden und dass der menschliche Geist auf diese Weise fähig wird, spirituelle Wahrheiten zu begreifen; wir wissen nicht, dass wir, um die menschliche Entwicklungsskala vollständig zu durchlaufen, auch unsere Fähigkeit zur Kontaktaufnahme mit der natürlichen Kfraft in ihrer Urform, wo wie wir sie in der Netzach-Sphäre vorfinden, entwickeln müssen. Wir haben uns die Meinung angewöhnt, dass das Spirituelle und das Natürliche zwei unvereinbare Gegensätze seien. Wir glauben, dass das Spirituelle das höchste Gut sei und dass deshalb das Natürliche das schlimmste Übel sein müsse. Wir verstehen nicht, dass Materie nichts anderes ist als kristalliner Geist und dass Geist nichts anderes ist als flüchtige Materie. Die Substanz ist bei beiden die gleiche, ähnlich wie bei Wasser und Eis; beide sind unterschiedliche Zustände des einen Dinges, wie es die Alchemisten nennen, des großen Geheimnisses der Alchemie, Grundlage der Geheimlehre von der Transmutation.


    Die Transmustation der Metalle ist, außer von akademischem Wert, von geringer Bedeutung im Vergleich zur Transmutation der Energie in der Seele. Mit Letzterer beschäftigen sich die Eingeweihten unter Zuhilfenahme des Lebensbaumes. So wie das Bewußtsein eine Wandlung erfährt auf seinem Weg von oben nach unten und zurück, entlang der mittleren Säule der Milde oder Säule des Gleichgewichts, so fließt die sich wandelnde Energie die Säule der Barmherzigkeit entlang, an deren Fuß sich Netzach befindet, und die Form folgt auf ihrem Weg der Säule der Härte, an deren Fuß wir Hod finden."


    Quelle: Die Mystische Kabbala, Dion Fortune, Seite 250

  • Hmmmm,

    In der Tat stimmt mich das nachdenklich.

    Spiritualität war schon immer für mich natürlich. Unnatürlich war es für mich, das meine Mitmenschen es unnatürlich fanden.

    Mir war vielleicht nicht bewusst das die Mehrheit der Menschen das gespalten, getrennt voneinander fühlt....

  • Jeder Gedanke und jedes Gefühl, ist bereits Form und will sich anschliessend in Materie verwandeln. Das Gefühl oder der Gedanke wird zu einem Wort (am Anfang war das Wort), tut sich durch Kommunikation und Interaktion zusammen mit anderen ENERGIEformen und bekommt auf diese Weise seine Realität.


    Als Beispiel will ich Geld nennen, das im Grunde noch heute eine Idee ist, welche ausschliesslich funktioniert, weil sich die Menschen damit vereinbart haben. Eine mächtige EINIGKEIT ist notwendig, damit die Idee Geld funktioniert. Die Idee an sich, ist bedeutungslos, doch der Zusammenschluss der bestehenden Energien (in dem Fall den Menschen), macht das Unmögliche Möglich.


    Viele spirituelle Lehren gehen davon aus, dass erst der Geist war, die Wissenschaft sagt, erst war Materie..und ich frage, was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Ich neige dazu, dem Text aus der Kabbala zuzustimmen, das Eine ist das Andere, wie Eis und Wasser das gleiche sind, in einem anderen Zustand.


    Alles ist erst ein Gedanke, ein Gefühl, das zu einer Idee wird, um letztlich feste Form zu werden...so sehe ich das :-)


    Danke für das anregende Thema!

  • Es ist, wie es ist. Uns Menschen wird von klein auf gelehrt, alles aus verschiedenen Perspektiven anzusehen und je nach dem, welche Wertigkeit wir der jeweiligen Perspektive geben, wird diese als mehr oder weniger wichtig betrachtet.


    Hierzu gehört auch der Mensch selbst. Manche, wie Ärzte haben sich auf den physischen Körper spezialisiert und sorgen dafür, dass dieser funktioniert. Andere haben sich auf den Geist spezialisiert und nennen sich Psychologen, für den Geist zuständige. Als drittes kommt dann der Priester oder Pfarrer, der sich für die Seele zuständig fühlt. Der Mensch jedoch ist ein ganzheitliches Wesen.


    So ist es auch mit feinstofflich und grobstofflich, natürlich und spirituell. Die scheinbaren Widersprüche sorgen für Trennung. Wer etwas ganz erfassen und erkennen will, sollte vom Spezialistentum wieder zur Ganzheitlichkeit zurückkehren.


    Es gibt viele Wege der Erkenntnis, doch alle führen zu einer ganzheitlichen Sichtweise. Wahre Erkenntnis sieht alles im Zusammenhang.


    Vielen Menschen fällt es leichter, nur einzelne Perspektiven zu sehen. Die ganzheitliche Sicht überfordert viele Menschen.

  • Mit Worten ist das immer so eine Sache, sie treffen es nie ganz, das ist in ihrer Natur.


    Ich schätze extrem die Spezialisten! Gruselig der Gedanke, wenn der Sachverstand meines Buchhalters fehlen würde - aahhhh, ich müsste Buchhaltung lernen. Oder die Bauern, ich bin dankbar, das es sie gibt - ich habe schon Mühe eine Pflanze am Leben zu erhalten, geschweige denn Fleisch und Gemüse züchten...


    Ich sehe jedes Wesen, egal ob Tier, Pflanze oder Mensch, als ein einzelnes Puzzelteilchen. Erst richtig angeordnet, also jedes an seinem Platz, ergeben sie das Ganze und bilden die Erde ab. Wenn auch nur ein Teilchen fehlt, ist das Bild lückenhaft oder unvollkommen.


    Fazit:

    Teilchen zusammenfügen, statt rausfiltern - Übung macht den Meister; ich bin täglich am Üben - Ein Kurs in Wundern lässt grüssen.


    *sc* :-) *sc*

  • Ja, ich finde mich in allem geschrieben wieder.

    Sicher ist es gut das Menschen spezialisiert sind und so ihren teil zum ganzen beitragen, jedoch habe ich es anderes rausgelesen, was Heidy meint.

    Ich habe es so verstanden das es weniger um den Bauern, den Floristen, den Künstler, den Mauere ect. Geht,

    Sondern vielmehr das es hinderlich ist wenn für den Körperlichen, seelischen und geistigen Zustand unterschiedliche Instanzen zuständig sind.

    Als angehende Heilpraktikern bin ich in der Verantwortung das ganzheitlich zu sehen. Den Schlüssel zur Selbstheilung mit meinem Patienten zufinden um ihn dann in die Heilung zu übergeben.

    Ich sollte offen genug sein mich auf jeden Weg einlassen zu können um meine Patienten so ganzheitlich wie möglich zu betreuen. Wenn ich sage, ich bin spezialisiert auf das Konzept, beschränkte ich mich selbst Erfahrungen zu machen und zu erkennen, bei dem einen ist es Thema Ernährung, beim anderen die Hormone, beim anderen ist es Psychotherapie und der nächste steht braucht Pythotherapie.

    Wenn ich dann den Schlüssel gefunden habe, dann ist es toll und gut auch auf Spezialisten zurück zugreifen, solange ich es nicht selbst beherrsche und sicher bin keinen Schaden anzurichten.


    Jedoch ist es schade das viele Ärzte, Psychologen und Pfarrer sich selbst in sofern beschränken, indem sie das eine komplett vom anderen trennen.


    Huhn oder ei.

    Eis oder Wasser.


    Gedanken schaffen Realität.


    Wir sind alle aus den selben Grundstoffen in veränderter Zusammensetzung.


    Neulich habe ich festgestellt:

    Gib mir,


    Dinkelmehl,

    Backpulver oder trockenhefe

    Wasser

    Salz

    Zucker

    Öl


    In veränderter Grundmenge backe ich


    Brot

    Pizza

    Dinkelfladen (vegane Form von Pfannenkuchen)

    Kekse

    Kuchen

    Kuchen

    Und noch vieles mehr....

  • Danke Dominique, Du hast es erfasst.


    Ich habe viele Jahre in Spitälern gearbeitet und da habe ich gesehen, dass es allein im körperlichen Bereich einen Generalisten braucht, der die Erkenntnisse der verschiedenen Spezialisten zu einem Gesamtbild zusammenfasst.


    Der Bauer hat ja auch Kenntnisse über Pflanzen und verschiedene Tiere, da er alles auf seinem Hof zusammenführen kann. Wenn er dann feststellt, dass ein Tier krank ist, wird er den Tierarzt holen und wenn er Hilfe bei der Buchführung braucht, dann holt er einen Steuerberater / Treuhänder. Doch der Bauer entscheidet, wen er wann um Hilfe bittet.


    Gerade Spezialosten sind gefordert, auch Grundkenntnisse anderer Disziplinen zu haben, sonst geht es Ihnen wie den Weisen, denen man die Augen verbunden hat und sie dann zu unterschiedlichen Stellen des Elefanten geführt hat. Sie konnten zwar ihre Stelle beschreiben, das Gesamtbild, den Elefanten konnten sie nicht erkennen.

  • Wundervolle Metapher, das mit den Zutaten, danke Dominique!

    Tatsächlich haben wir alle die gleichen Zutaten zur Verfügung, jene, die das LEBEN liefert...Wir haben Gaben und es gibt Dinge, die uns weniger am Herzen liegen. Konzentrieren wir uns auf die Gaben und delegieren das Andere, entwickeln wir uns in Richtung Herzensenergie und wir sind bereits ganzheitlich unterwegs. So verstehe ich Asas Kabbala-Zitat, so wird das Spirituelle materiell, festigt sich in der Welt. Wie wohl eine Welt aussehen würde, aus Herzensenergie manifestiert? Das kann ein Jeder selbst erfahren.


    Ganzheitlich, das Wort mag für den Einen oder Anderen etwas mystisch klingen, ist jedoch ganz einfach zu verstehen: "Körper, Geist und Seele im Einklang". Wobei mit Körper, die Materie gemeint ist, mit Seele das SELBST (allerdings ein anderes als das der Verstand definieren würde) und mit Geist, die universelle Lebenskraft.


    Was willst Du manifestieren und worin findest Du Deine Herzenskraft?


    Solchen Fragen nachzuhängen, in der Badewanne, im Bett oder auf dem Klo - ich sage Euch, das macht selbst die eintönigsten "Sitzungen" zu einem wahren Abenteuer. :-)


    Es tut mir gerade unheimlich gut, dass diese Einigkeit herrscht, was die Spezialisten angeht!


    Ich erlebe immer wieder, da kommt man in ein Gasthaus und wird von ungeschulten, unmotivierten Leuten bedient...Einmal und nie wieder!

    Das ist einer der Gründe, warum ich darauf achte, dass Mitarbeiter wissen, was sie können, doch genauso wissen, was sie delegieren sollten. Professionalität geht immer Hand in Hand mit Herzenergie, schaut Euch mal in der Künstlerwelt um oder eben im Gastgewerbe: Jemand der zwar technisch alles weiss, aber die Freude zur Sache fehlt, kommt kaum an, genauso wenig ein hüpfendes Freudeenergiechen ohne Sachverstand - Phu, und dann erst im Gesundheitswesen :huh:


    Wie war nochmal das Thema: Materie und Geist sind das Gleiche? :-)