Blicke empor!



  • Dazu die Geschichte eines kleinen Menschenkinds, welches in den alten Zeiten der Segelschiffe zur See fuhr.


    "Eines Tages wurde Ihm befohlen, bis auf die höchste Spitze des Mastes zu klettern. Als es ganz oben angekommen war und nicht mehr weiter konnte, blickte es nach unten.

    Der Ausblick erschreckte so sehr, dass es fast den Halt verloren hätte. Ihm war schwindelig und übel und es schien ihm beinahe unmöglich, sich am Mast festzuhalten. Unten in der Tiefe lag das „Deck“, das im Vergleich zur Weite des Meeres ringsum winzig wirkte. Die Schiffsbewegung gab Ihm das Gefühl, als hinge es zwischen Himmel und Erde, ohne sich festhalten zu können.

    In seinem Kopf drehte sich alles, und es glaubte, das Bewusstsein zu verlieren und am Ende zu sein, als Ihm unten vom Deck aus ein alter Seemann zurief: „Blicke empor Menschenkind! Schau nach oben!“ Das Menschenkind wandte seine Augen von der Szene dort unten ab und blickte empor. Es sah den blauen Himmel, die Schäfchenwolken, die friedlich vorbeizogen und noch genauso aussahen wie damals, als es auf den grünen Wiesen in seiner Heimat gelegen hatte. Ein seltsames Gefühl des Friedens und der Zufriedenheit stieg in Ihm auf und das Gefühl der Bedrohung, des Schreckens und der Verzweiflung verschwand. Sein Geist wurde klar und kraftvoll und schon bald konnte er den Mast hinabgleiten, bis es schließlich wieder das Deck erreichte."



    Wenn wir unsere spirituelle Vision nicht mehr klar erkennen können und glauben, unsere spirituelle Sicht sei eingeschränkt und getrübt und wir den Glauben und das Vertrauen, die Hoffnung und den Mut verlieren, wenn entsetzliche Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in uns aufsteigen und unsere Sinne vernebeln und unseren Atem zum Stocken bringen, ist es Zeit, den Warnruf zu vernehmen:


    „Blicke Empor Menschenkind, Schau nach Oben"

  • Während ich meinen Blick nach oben richte, lenke ich meine Aufmerksamkeit auch auf das Unten, denn dort bin ich ganz fest mit dem Mittelpunkt der Erde verbunden. Das ist mein Fundament und verleiht mir Stabilität und Sicherheit.


    Ich fühle mich als Baum mit tiefen Wurzeln und einer nach dem Himmel wachsenden Krone. So können mir die Stürme des Lebens nichts anhaben.

  • das ist noch besser, so hängt man nicht unerwartet hoch am Mast beim vernachlässigtem Blick nach Unten.


    Mit dem klarem Blick auch stetig nach Oben rückt das Unten zudem ja auch noch immer mit nach oben, so das die Spanne oder das Bendel um die eigen erreichte Mitte sich immer weiter richtung Höhe verschiebt. Dies lässt sich im Rückblick ja wunderbar erkennen. <3


  • Ich liebe Bäume und alles , was

    es gibt !

    Er spendet mir Schatten und

    herrliche Kühle.. Er wärmt mich ,

    wenn ich ihn umarme .

    Seine Energie fliesst durch mich.

    Ja, auch da spüre ich das Göttliche

    in Leichtigkeit .

    ❤ in ❤

  • Genau diese Erfahrung mache ich gerade. Die Spannung des Zerrissenseins lässt deutlich nach und ich wandle mich langsam vom starren Drahtseil zum flexibleren Gummiband! ^^

  • 🕊 Jetzt blicke ich empor .

    🐀 Jetzt blicke ich hinunter.

    ⚓ Und Jetzt finde ich

    meine Mitte im Frieden

    und tiefen Vertrauen zu

    allem , was es gibt .

    🌟

  • Ich persönlich empfinde die Verbindung zwischen oben und unten interessanterweise gar nicht als zerreißend oder schwierig. Für mich war die Erfahrung, dass sich beides parallel verbesserte. Um meine geliebte Wanderer-Metapher aufzugreifen:


    Erst lief ich den Weg entlang und guckte immer rechts und links was um mich herum ist. Aber dadurch war ich unaufmerksam und stolperte. Also guckte ich mehr auf den Weg unter meinen Füßen und gewann wieder Sicherheit. Aber irgendwann merkte ich, dass ich gar nicht mehr darauf achtete, wohin ich gehe. Also hob ich den Blick und schaute wieder auf mein Ziel. Und je genauer ich mir mein Ziel einprägte, umso mehr Zeit konnte ich ruhigen Gewissens damit verbringen, auf den Weg zu achten, um nicht zu stolpern. Und je mehr ich mich auf den Weg konzentrierte, umso besser prägte ich mir seine Beschaffenheit und seine Stolperstellen ein, so dass ich wieder mehr Zeit damit verbringen konnte, den Blick auf mein Ziel zu lenken.


    Für mich besteht hier keine Zerrissenheit, für mich besteht hier eine wundervolle Balance, ein Miteinander, ein sich Ergänzen.

  • So soll es auch sein liebe Sandra!

    Da bin ich noch am Lernen, denn das Leben sorgt schon dafür, dass ich immer wieder auf die Erde herunter komme, wenn ich zu lange Zeit auf dem rosa Wölkchen über der Erde geschwebt bin! Freiwillig bin ich noch nicht ganz bereit dazu, es zu tun! Aber ich lerne und lerne.... ;)