Denk nicht an rosa Elefanten!

  • Na, kennt ihr das? Oft ist es ein Spiel, mit dem man Kinder verwirrt oder manchmal neckt man damit seine Freunde.


    Meine frühst Erinnerung - ich muss wohl 8 oder 9 Jahre alt gewesen sein - dazu ist, dass mein Vater mich bat, den Müll raus zu bringen, und dies mit dem Kommentar ergänzte "Aber denk nicht an Erbsensuppe." Ich brachte den Müll raus und dachte - natürlich! - nur noch an Erbsensuppe.


    Meine älteste Erinnerung dazu ist etwa 4 Jahre alt, als mein damaliger Partner Freitags Abends zu seinem Kollegen meinte "Und wenn du nachher mit deiner Freundin ins Bett gehst, denk nicht an rosa Elefanten!" ......... sagen wir es mal so, der Kollege hätte ihn am Montag morgen am liebsten erwürgt ;)


    Aber was wenn uns das einfach so von selbst passiert? Was wenn wir anfangen über Dinge nachzudenken, über die wir nicht nachdenken wollen? Wenn das fiese kleine Stimmchen im Hinterkopf wie eine Kuckucks-Uhr immer wieder in die Ruhe einen Gedanken hinein brüllt uns uns auf ein Thema bringt, von dem wir entschieden hatten, es nicht zu wollen?


    Eine Möglichkeit ist die sofortige Ablenkung, der Fokus auf ein anderes Thema oder eine ähnliche Konditionierung zur Vermeidung.

    Eine alternative Möglichkeit ist es, sich den Gedanken hinzugeben und sie - ggf. in verschiedenen Szenarien - zu durchdenken.


    Was aber wenn beides nicht hilft, den Teufelskreis zu durchbrechen? Was wenn der Verstand es als Unsinn und Unwichtig und sowieso irrelevant einsortiert hat, aber das Gefühl (sei es Herz oder Bauch) immer wieder davon anfängt? Als wenn man der kleinen Schwester sagt "Ich möchte nicht darüber reden" und sie darauf hin fünfmal am Tag im Zimmer steht "Und was ist jetzt? Möchtest du jetzt darüber reden?" Was wenn das, worüber wir nachdenken, etwas ist worauf wir nicht den geringsten Einfluss haben? Eine Situation, die ist wie sie ist, von uns nicht geändert werden kann und sich erst mit der Zeit von alleine aufklären wird?


    Gerne möchte ich eure Erfahrungen mit diesem Thema hören und wie ihr vielleicht gelernt habt, mit so etwas umzugehen. *s*

  • 🕊 Danke , ein lustiges Thema !

    Ja, unsre lieben Gedanken .

    Oft haben sie Macht , die ich ihnen

    nicht geben will .

    Mich ⚓beschäftigt ⚓ diese Woche ,

    dass ich nicht dazu komme unsrer

    lieben Heidy und Eisu zu telefonieren .

    Immer wieder holt mich der

    Gedanke ein und ich kann

    schmunzeln .⚓ Es ist wie es ist ⚓

    In diesem Annehmen lasse ich

    gleichzeitig los . Die Gedanken

    ziehen vorbei ..

    Im Kurs lernen wir NEU zu sehen .

    Die Gedanken sind DA , wir lenken

    sie in eine neue Schau , ein herrliches

    Gefühl in Freiheit .

    Ja unsre Vorstellungskraft spielt

    gerne mit .

    Früher konnte ich einen Rosaelefanten

    bildlich nicht SEHEN .

    Heute gelingt es mir lustiger -

    weise sehr gut . 🐘🐘🐘🐘🐘

    🎵🎶 Alles Liebe Euch 🎶🎵


  • Ich habe die Erfahrung gemacht , dass Kinder eher aufpassen ,wenn ich sage , hab acht , sei Achtsam .

    Höre immer wieder Mütter die mit mach nicht , geh nicht dahin , argumentieren , so fokkussiert sich das Kind auf nicht und komischerweise proiert es genau das trotzdem .

    Die kreisenden Gedanken die ich partout nicht haben will , die kreisen umso mehr ich sie verscheuchen will .

    Ich schaue mir an was mir der Gesell sagen will , meistens ist es ein mich kontrollierender oder massregelnder Gedanke , indem ich ihn erkenne , kreist er schon weniger , meistens sage ich Du gehörst nicht zu mir .

    Und verschwindet nach geraumer Zeit ,wie er gekommen ist .

  • Ich habe die Erfahrung gemacht , dass Kinder eher aufpassen ,wenn ich sage , hab acht , sei Achtsam .

    Höre immer wieder Mütter die mit mach nicht , geh nicht dahin , argumentieren , so fokkussiert sich das Kind auf nicht und komischerweise proiert es genau das trotzdem .

    Das ist einfach - Kinder hören die Verneinung zwar, aber sie kommt nicht wirklich an.... Sie hören quasi

    Renn nicht einfach auf die Straße!

    Fass das nicht an!

    Du darfst jetzt nicht fernsehen!


    Daher soll man Kindern immer klare Anweisungen geben (Warte/Hör auf/Lass das liegen/etc). Aber das ist ein anderes Thema, glaube ich. Mir geht es hier bewusst um die kreisenden Gedanken.


    Ich schaue mir an was mir der Gesell sagen will , meistens ist es ein mich kontrollierender oder massregelnder Gedanke , indem ich ihn erkenne , kreist er schon weniger , meistens sage ich Du gehörst nicht zu mir .

    Und verschwindet nach geraumer Zeit ,wie er gekommen ist .

    Das ist auch das was ich bisher versuche.... Die Gedanken einfach sein zu lassen, sie mir anzugucken und sie ziehen zu lassen... Aber bisher hilft es nicht.

  • In extremen Situationen ist das Karussel nur teilweise stopbar , wenn ich im Wald bin , meine Gedanken von dem abziehe was mich beschäftigt . Vom Aussen

    auf mich selber schaue , bin ich mit mir im Reinen , oder will ich gerade Jemand oder eine Situation anders haben als sie gerade ist .

    Genau die Kinder hören das Nein nicht , genauso unser Unterbewusstsein es auch nicht versteht .

  • Cooles Thema 8)


    Vor 2-3 Jahren hatte ich eine intensive Erfahrung damit gemacht, wie sich ein Gedanke so sehr festigen kann, dass er Tag und Nacht aktiv ist. Das Problem war, ähnlich wie das Beispiel mit der kleinen Schwester, dass der Gedanke, in Form eines Menschen, dauernd auf mich zu kam. Es war ein externer Gedanke. Täglich hatte ich Kontakt mit dem Menschen, der mir Gedanken geschäftlicher Natur zutrug. So kam es, dass ich mir bereits morgens darüber den Kopf zerbrach und nachts damit schlafen ging. Echt, da hätte Sprüche wie "lass los" kaum geholfen, was sollte ich denn loslassen, den Typen erschlagen? :huh:


    Indem ich den Gedanken annahm und zugelassen hatte, dass er sein darf, löste er sich tatsächlich auf; wie wenn man einen Ohrwurm mit-trällert, so lange bis es genug ist, statt sich zu ärgern, dass es ihn gibt :-D

  • Echt, da hätte Sprüche wie "lass los" kaum geholfen, was sollte ich denn loslassen, den Typen erschlagen? :huh:

    :D Passt gerade sehr gut zu meinem Gedankenspiel.

    Indem ich den Gedanken annahm und zugelassen hatte, dass er sein darf, löste er sich tatsächlich auf; wie wenn man einen Ohrwurm mit-trällert, so lange bis es genug ist, statt sich zu ärgern, dass es ihn gibt :-D

    Das versuche ich derzeit auch... Aber ist immer die Frage ob es sich löst oder ob man noch Tiefer in den Strudel gerät. Das bleibt abzuwarten. :)

  • Gedanke - Geh, Danke.


    Die Evolution hat das Gehirn zu einer erstaunlichen Maschine gemacht. Manche hören das Wort Maschine nicht gerne wenn es in Verbindung

    mit dem menschlichen Körper gebracht wird. Aber genau das ist es, eine Maschine.

    Es gäbe keine Maschinen wenn das Gehirn sie nicht hervorgebracht hätte. Maschinen sind ein Abbild des Körper/Gehirn Mechanismus.

    Aber der Mensch hat doch Gefühle! Selbst das ist ein Bioelektrischer Prozess. Ein Gedanke veranlasst den Körper Stoffe auszuschütten

    die eine fühlbare Reaktion auslösen. Das ist Praktisch.
    Osho sagte, es ist vielmehr ein wissenschaftlicher Prozess als irgendeine Heilige Idee. ich haben auch die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoller

    ist, all diesen Dingen wissenschaftlich zu begegnen. Gedanken sind Gedanken und dazu gemacht die Welt zu gestalten.


    Wir Menschen haben daraus ein "großes Ding" gemacht. Schon in der Schule wirst du für "gutes Denken" belohnt und für "schlechtes Denken" bestraft.

    Wir sprechen von großen Denkern und blicken hinauf zu den Helden. Am Ende bist möglicherweise frustriert wie gut die Anderen alle sind.

    Das ist das übliche Missverhältnis das sich zu unserer Denkfähigkeit über lange Zeit eingeschlichen hat. Dabei ist es nichts anderes als eine

    physikalische Gegebenheit. Lange Beine machen weitere Schritte. Kurze Beine haben eine günstigere Hebelwirkung. Manche Gehirne können

    schneller Denken und andere Gehirn können kreativ sein.

    Diese kollektive Welt macht es uns oft nicht einfach. Aber warum Einfach, wenn es kompliziert auch geht.

  • Es geht mir nicht um "gute" oder "schlechte" Gedanken. Nicht um gut und böse oder den gesellschaftlichen Vergleich mit anderen. Es geht einzig und allein um den Umgang mit den eigenen Gedanken. Ich weiß was mein Gehirn ist und was es kann und was es nicht kann. Und ich bin damit im Frieden. Aber hier ist gerade etwas anderes Thema.