Ahnungslosigkeit als Schlüssel dich und das Leben in Erfahrung zu bringen

  • Wir fühlen uns verunsichert. Wollen lernen mit uns selbst und der Welt konstruktiv umzugehen. Wir wollen eine erlöste Form oder Version von uns selbst finden. So bedenken wir uns unentwegt und fühlen unentwegt die selben Gefühle.
     
    Es generiert sich immer wieder ein ähnliches Erlebensfeld. Dieses Erlebensfeld wird zur Belastung. Es engt uns ein und vernimmt sich ganz deutlich als schwer, eng und erlösungsbedürftig.

     

    Jetzt gehen wir einfach mal ein Schritt zurück.

    Wir hören das und nehmen wahr. Nehmen das wirklich zur Kenntnis. Wir fühlen uns beengt, es ist zu eng. Wir wollen wissen aber können nicht wirklich in Erfahrung bringen was wir wissen wollen. Das gestehen wir uns nun einfach mal ohne Selbstvorwürfe und wertfrei ein.

     

    Wie wär’s damit:
    „Ich habe wirklich keine Ahnung was dieses Leben bedeutet.
    Ich bin bereit, in dieser Ahnungslosigkeit zu leben. Mich in dieser Ahnungslosigkeit immer wieder selbst zu empfangen"

     

    Keine Ahnung - und das feiern wir.

     

    Das ist eine Einladung, eine Möglichkeit, eine inspirierende öffnende Idee.

    Eine Idee, die sagt: „Ja, du weisst was du vor dir bist, du weisst wie du dich bedrängst. Du bist wie mit dem Brennglas auf dir selbst drauf. Du willst dich unter der Lupe betrachten und in Erfahrung bringen wie es geht, was es soll."

     

    Vielleicht ist das einfach nicht der Weg. Vermutlich ist das viel zu angestrengt. Offenbar ist das viel zu wenig weit, weich, schwingend, schwebend und wirklich interessiert und offen für sich selbst. In der Offenheit stehe ich mir nicht im Weg und stelle ich mir selbst nichts entgegen.

     

    Ich schaue einfach mal. Lasse den Blick wirklich schweifen, wie wenn ich im Wald bin. Im Wald bin ich nicht fokussiert, sondern offen. So vernehme ich einfach Geräusche, Düfte, Eindrücke und visuelle Reize. Ich spüre und bewege mich. Weitergehen, langsam, Schritt für Schritt.

    Wenn ich anhalte, dann schaue, staune, erfasse ich. Ich fühle mich berührt und gehe weiter.


    Es geht immer weiter über sich selbst hinaus in die Ahnungslosigkeit. Wieder in die Ahnungslosigkeit. Wieder begegne ich mir. Wieder gibt es hier die Möglichkeit mich wirklich zu empfangen in der Ahnungslosigkeit.


    Statt mich nur zu bedenken, zu kategorisieren und aus mir immer ein Problem zu machen. Ich kenne mich als Problemfeld oder anders gesagt: Ich kenne so gut wie nichts Anderes von mir.

     

    Deshalb: Ja das leben ist unsicher, das Leben ist nicht bekannt!

     

    Das Leben ist gerade dabei sich durch mich in Erfahrung zu bringen. Deshalb lebe ich, deshalb bin ich hier.

     

    Das ist die Einladung an mich selbst mich zu feiern. Das Leben zu feiern und die Kostbarkeit darin entdecken.

     

    Ich kann nicht festhalten.
    Alles was ich in mir festhalte stirbt, wird unlebendig, unecht und letzten Endes dann zur Belastung, zur Schwere.

     

    Ahnungslos gehe ich mir selbst entgegen. Als Feier, die bereit ist, in Erfahrung zu bringen, was dieses Leben auch bedeuten möchte.

     

    Spüre das. Spüre das einfach mal. Spüre die Öffnung, spüre dich als Möglichkeit.

     

    Das ist die Einladung des Lebens an sich selbst, sich immer bewusster wahrzunehmen und zu erleben. Statt sich immer wieder nur zu problematisieren und lösen zu wollen.

     

    Du bist der Zugang zu dir selbst. Empfange dich.

  • Danke für die Inspiration

    Ich weiss dass ich nichts weiss , das Wissen wollen stellt eine Mauer auf ,

    bis ich spüre , dass ich mir selber den Weg versperre .

    Ich muss nichs wissen ich darf leben und spüren .

  • Danke Daniel, das was Du schreibst, berührt mich sehr und stösst auf grosse Resonanz.

    Ich bin dabei, alles (An)gelernte loszulassen, da ich spüre, dass etwas Neues kommen und Raum dafür geschaffen werden will. Was es ist, hat keine Bedeutung, es will nicht hinterfragt, sondern lediglich angenommen und empfangen werden!