Quälende Verwirrung- wer bin ich?

  • Hallo ihr lieben.


    Ich habe mich aus einem aktuellen Grund in diesem Forum angemeldet und würde mich freuen etwas Unterstützung oder Rt zu bekommen.♡


    Vor ca 2 Jahren habe ich eine für mich bedeutende spirituelle Erfahrung gemacht. Ich kann es nur kitschig als zusammentreffen mit dem Sein/ Universium betiteln. Zwar war der Auslöser Haschisch, jedoch weiß ich bis heute , dass das, was ich gesehen und vorallendingen gefühlt ( Liebe, pure, bedingingslose, erfüllende Liebe) habe, echt war.

    Seitdem lese ich viel über das Bewusstsein, Seele, etc. Auch davor schon war ich Spiritualität nicht abgeneigt. *s*


    :( Jetzt komme ich aber zu dem eigentlichen Problem:


    Seit dem Tag dann habe ich das Gefühl, dass nichts mehr richtig läuft: ich war ein paar Monate krankgeschrieben, Diagnose Depression ( habe aber keine Medikamente genommen, das wollte ich nicht) . Daraufhin bin ich umgezogen,aber auch da verfolgt mich das gleiche Muster. Wieder eine Beziehung die keine Zukunft hat, und dennoch komme ich nicht aus der Beziehung raus.

    Wieder verschiedene Jobs da ich schwer Jobs länger aushalten kann weil mich die Sinnlosigkeit und die Lehre dahinter zerstört , müde und wütend macht.

    Ich fühle mich auch in der jetzigen Beziehung sehr einsam, weil ich mit dem Mann darüber nicht reden kann. Erst überhaupt nicht spirituell angehaucht. Mich interessieren plötzlich alte Hobbys und Interessen nicht mehr. Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder. Ich hadere gerade mit einer Trennung, weil es eigentlich länger schon Gründe gibt die mich in dieser Beziehung nicht aufgefangen lassen fühlen. Und trotzdem kriege ich es irgendwie nicht hin weil ich mich dann selbst Frage, wo ich mit meinem Leben hin will. Und das weiß ich einfach nicht. Und dann zweifle ich daran ob ich nicht gegebenenfalls zu schnell reagiere mit einer Trennung. In meinem Kopf dreht sich alles, ich treffe mich ganz wenig nur mit Freunden, bin lieber alleine und versuche rauszufinden was los ist.


    Ich habe bereits gelesen dass sogenanntes spirituelles Erwachen sich genauso anfühlen kann. Und größenwahnsinniger Weise würde ich auch sagen dass mich dieser Trip vor zwei Jahren , auch Erwachen hat lassen. Nicht dass ich komplett erwacht bin oder erleuchtet oder sonstiges, aber ich bin aufgewacht. Und jetzt weiß ich einfach nicht weiter, wohin, und was mit mir anstellen, was mit der Partnerschaft anstellen, was ist der Sinn in meinem Leben?

    Ich habe das Gefühl, dass wenn ich das nicht herausfinde, dann möchte ich nicht sein. Ich leide aber nicht unter akuten Suizidgedanken, denn eigentlich mag ich das Leben.


    Ich möchte einfach nur meinen Platz finden, mich nicht mehr so einsam fühlen.


    Entschuldigt für den ellenlangen text.:whistling::(


    Danke

    Eure Naala<3

  • Liebe Naala!

    Herzlich willkommen bei uns in der Community!


    Ich werde mich möglichst kurz halten und ein paar Punkte ansprechen, die Du für Dich dann anschauen kannst, wenn Du magst. Es sind nur meine eigenen Erfahrungen, die ich weitergeben kann.


    Deine spirituelle Erfahrung hat Dir gezeigt, was in Deinem Innersten in Wirklichkeit schlummert und überdeckt ist von vielen Gefühlen und Gedanken, von Glaubensmustern und Erfahrungen aller Art aus der Vergangenheit und Gegenwart.


    Unterstützung gibt es in dem Masse, wie Du es zulässt. Wir sind alle auf der Seelenebene miteinander verbunden, wenn wir uns getrennt und einsam fühlen, liegt die Ursache bei uns selbst, das heisst, dass wir uns im Grunde selbst verlassen haben und uns danach sehnen, wieder in Kontakt mit unserem wahren Selbst zu kommen.


    Es gibt vieles aus der Vergangenheit, das nicht mehr zu uns gehört, und von dem wir uns trennen können, nachdem es uns bewusst geworden ist. Es gibt aber auch einiges, das wir noch näher anschauen sollten, um daraus zu lernen, bevor wir es verändern können. Wenn Du in Deinem Vertrauen bist und Dich von Deinem Herzen führen lässt, wirst Du vom Leben automatisch zu Menschen und Situationen geführt, die Dir auf Deinem Weg helfen, vielleicht auch in der Form, dass sie Dir Spiegel für Deine ungelösten Konflikte sind. Es gibt auch Versprechen, Gelübde, Verträge und ähnliches aus der Vergangenheit, die unsere Gegenwart unterschwellig beeinflussen, wir haben aber die Möglichkeit (entweder selbst oder mit Hilfe einer professionellen Vertrauensperson), diese alten Blockaden zu lösen.


    Der erste Schritt ist immer das Annehmen von dem, was gerade jetzt ist - denn das ist die Wirklichkeit. Der zweite Schritt ist die Bereitschaft zur Veränderung mit allen Konsequenzen (auch den "unbequemen"!). Der dritte Schritt ist die Akzeptanz der Tatsache, dass nur wir selber für unser Leben verantwortlich sind und auch nur wir selber die nötigen Schritte machen können. Jede Art von Unterstützung, die wir erhalten, beruht darauf, dass diese nur "Hilfe zur Selbsthilfe" sein kann - alles andere ist uns selbst überlassen und kann uns niemand abnehmen.


    Diese Fragen sind grundlegend für Veränderung und vielleicht helfen sie Dir ein Stück weiter auf Deinem Weg. Bei uns gibt es auch professionelle Lebensberater, an die Du Dich wenden kannst, wenn Du offen bist für eine Unterstützung, die nicht nur ein oberflächliches, sondern ein wirkliches Umdenken und Umsetzen von neuen positiven Gedanken, Gefühlen und Handlungen mit sich bringt - und zwar durch DICH!


    Liebe Naala, ich bin sicher, dass Du Deinen Weg finden und gehen wirst und wünsche Dir von Herzen alles Liebe und Gute!


    Beatrice Myriel

  • Hallo und willkommen Naala


    danke für Dein Vertrauen in uns, ich hoffe, dass wir Dir weiterhelfen!


    Ich finde, das Zeugnis von Beatrice enthält alles Wesentliche, um die Situation von einer anderen Perspektive aus zu betrachten. Ich gehe gerne auf das "Haschisch-Erlebnis" ein:


    Ohne wissenschaftliche Studien verfolgt zu haben, berichte ich hier, wie ich Haschisch erlebte. Über Jahre habe ich täglich Haschisch geraucht, mehrere Joints täglich. Das Kraut hat das Bewusstsein während des Rausches verändert. Ich hatte das Gefühl, alles klarer zu sehen und es regte die geistige Kreativität an. Oft rauchten wir in der Gruppe, diskutierten, lachten und schmiedeten Pläne. Die Ideen und Bilder, welche sich in diesem Bewusstsein entwickelten, wollten wir umsetzen, der Verstand hatte gewaltiges zu tun. Wir wussten nicht, dass die Konzentration auf unsre Gedankenwelt, derart Kraft in Anspruch nahm, dass unsere Körper passiv wurden. Unsere Geister glühten, die Körper ruhten - ein Dilemma!


    Nicht alle meiner Freunde erfuhren Marihuana wie ich nach dem Rausch. Im Alltagsbewusstsein, empfand ich das Leben als schwer. Pflichten und Regeln empfand ich als unmenschlich und ich vermutete hinter allem eine Verschwörung, die mich bloss manipuliert -> Ich wurde depressiv und hatte mit Paranoia zu kämpfen.


    Es liegt mir fern, Drogen zu verherrlichen, eher davor zu warnen. Schauen wir in die Schulstuben, erblicken wir viele lustlose Schüler, welche alles besser wissen, aber kaum was auf die Reihe kriegen. Ich verstehe das, ein erweitertes Bewusstsein hatte ich im Haschischrausch ebenfalls, es fehlte die körperliche Kraft, das Wissen im Alltag anzuwenden. Ich erkannte diese Kraftlosigkeit und diese Erkenntnis führte zur Depression, einer scheinbar ewigen Abwärtsspirale.


    Ich beendete die Konsumation eines Tages, das Bewusstsein blieb und die körperlichen Kräfte nahmen zu!


    Heute sehe ich die Drogenzeit als Satori, einen Einblick in das universelle Wesen des Daseins. Es ist ein erstrebenswertes Ziel, diesen Zustand in den Alltag zu integrieren. Die Drogen habe ich abgesetzt, nutze sie in extrem seltenen Fällen, um mich daran zu erinnern, wer ich bin! :-)


    Vielleicht kannst Du Dich irgendwie in meiner Geschichte sehen und davon profitieren, das wäre schön! Ich freue mich über Feedbacks alles Art, vielleicht habt Ihr ganz andere Erfahrungen mit Haschisch gemacht? 8)


    Alles Liebe,

    Eisu

  • Hallo Naala,

    willkommen im Forum.

    Eisu hat heute einen Beitrag eröffnet in dem ein paar weitere Erfahrungen zum Thema Drogenkonsum in Bezug auf spirituelle Erleuchtung stehen. Vielleicht helfen Dir die verschiedenen Ansichten etwas weiter.


    Beatrice und Eisu haben Dir hier ja bereits gute Ansätze vorgeschlagen, als kleiner Trost von mir:

    Ich versuche mich in solchen Momenten immer daran zu erinnern, das gerade diese negativ gewerteten Phasen im Leben mich letztendlich auf lange Sicht sehr positiv verändert haben. Heute wäre ich nicht der selbe Mensch, worüber ich nun dankbar bin. Daher versuch ich nicht mehr alles so negativ zu werten, auch wenn es gerade gegen meinen Willen steht.


    Als Lektüre oder Film kann ich "Die Prophezeiungen von Celestine" und das Übungsbuch "Die Erkenntnisse von Celestine" ans Herz legen. Es ist zwar ein etwas älterer Schinken, aber hier wird beschrieben, wie man aus spiritueller Sicht Entscheidungen trifft und äußere Hilfe besser erkennt.


    Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Kraft für Deine Entscheidungen! *s*

  • Vielen Dank euch allen für die lieben Worte. Auch wenn ich aktuell noch nicht alles umsetzen kann wie es gut wäre.


    Zu den Drogen: habe ich eh nur eine Zeit genommen, ggf 1,5 Monate. Zum Glück war ich nie jemand der Drogen brauchte um happy zu sein oder Spaß zu haben. Es ging mir wirklich nur um das Bewusstsein. Leider stecke ich da aber noch in Eisus Dilemma des wachen Geistes aber dem trägen Körper fest. Ich kann mich kaum zu was motivieren. 2017 hatte ich das auch, dann aber mit Hoffnungslosigkeitund Trauer etc. Diesmal fühl ich mich einfach von mir getrennt, jede mögliche Option die ich hätte in meinem leben erscheint mir als nicht richtig...


    Ach es ist so anstrengend wenn i mich damit befasse. Macht mich müde und verrückt. Ich komm nicht vorwärts ...

    Ich vertraue mir selbst nicht. Meinen Gedanken und Gefühlen.


    Lg

    Naala ♡

  • Hallo Nala


    Das klingt ziemlich depressiv! Lass Dir Zeit, aber bleib dran. Aufgeben ist keine Option. Langsam Schritt für Schritt in Deinem Tempo voranschreiten passt besser. Du schaffst das!


    Viel Glück und Kraft für Dich.

  • 💕 Danke liebe Naala , dass Du

    Dich meldest !

    Viele Seelen schreiben , öffnen sich

    und verschwinden wieder. Mit Euch

    lerne ich meine Muster erkennen.

    Ich will doch nichts ERWARTEN .

    Freue mich umso mehr , wenn Du

    ein Feedback gibst.

    Bin auch durch viele Tiefs " ge-

    gangen" , war am Boden und

    stand wieder auf. Es gehört zum

    LEBEN.

    Durch das Kennenlernen der

    GEGENSÄTZE findet man seine

    Mitte , den inneren FRIEDEN. 🕊

    ⛵ Wir sind alle im gleichen

    Boot , im LOSLASSEN für etwas

    NEUES ⛵

    Ich wünsche Dir viel Kraft und

    Liebe im Vertrauen , dass alles

    IST wie es IST.

    💞 Herzlichst Bea 💞



  • Ach es ist so anstrengend wenn i mich damit befasse.

    Hierin liegt der Schlüssel: Befasse Dich mit Dingen, welche Freude machen, die sind leicht und kosten keine eigene Kraft *s*


    Indem wir die Dinge, wie sie sind ablehnen und unseren Wünschen nacheifern, verpulvern wir viel körperliche und geistige Kraft. Oft hilft es, sich anderen Gedanken hinzugeben - schliess Dich wenn Du magst, der Übungsgruppe an im Forum "Ein Kurs in Wundern". Dort lernen wir kennen, wer wir wirklich sind *h*


    Alles Liebe,

    Eisu

  • Ich habe bewusst Eure Antworten auf Naalas Problem nicht gelesen, weil ich aus derselben, oder ähnlichen Situation wie Naala komme

    und gerne meine spontanen Gedanken dazu äußern möchte. Also lese ich Eure Gedanken hinterher.


    Der spirituelle Weg ist meist kein Zuckerschlecken und oft genau das Gegenteil von der Erwartung Trost, Heilung, Glückseligkeit usw. zu bekommen.

    Erkenntnisse bringen zunächst noch mehr Schmerz in die Lebenssituation und der Zweifel ob es der richtige Weg ist wird noch größer.

    Ist das Leben mit Leid angefüllt, will die Erkenntnis dich da herausholen. Mit gebrochenen Armen und Beinen aus einer Gletscherspalte

    herausgeholt werden zu müssen ist unglaublich schmerzhaft, aber es muss sein. Der spirituelle Weg ist der "richtige" Naala!

    Der Moment der Heilung kommt zwangsläufig. Leider kommt er anders und meist später als du denkst.


    R*h*bert