Die Erneuerung meines Gottesbildes

Das ist mein erster Blog nach einem Jahr. Auch ich lerne weiter und so hat sich auch mein Gottesbild erneuert bzw. ergänzt. Nochmal zu meinem bisherigen Gottesbild: Gott ist alles! Ich kann Gott riechen, fühlen, sehen, hören, schmecken usw. Nun zu meiner Ergänzung: Manchmal täte ein persönlicher Gott gut. Aber was ist, wenn ich nicht daran glaube? Nun, dann stellt man sich ihn einfach vor. Momentan sitzt er gerade neben mir (Böse Zungen behaupten auch, ich hätte sowieso jemanden neben

mir stehen. ) Dieser persönliche Gott hat aber einen Nachteil: Nach meinem Ableben existiert er nicht mehr. Das ist für ein Gottesbild natürlich total unbefriedigend. Deshalb bleibt auch der pantheistische Gott ein Teil meiner Gottesvorstellung.


Liebe Grüße

Uwe

Comments 5

  • Wundervoll, danke Ihr Lieben für Eure Gedanken! Sie regen zum Nachdenken an, den PSIlosophen freuts. :-) *b*

  • Warum überhaupt ein Gottesbild, ist doch total einschränkend? Ist nur so ein Gedanke, geboren aus den ersten Kapitel des Exodus:


    -Ex 20-

    Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.

    -Zitat Ende-

    • Hallo Eisu,


      ich hänge irgendwo immer noch an das Wort "Gott". Es ist für mich auch nicht einschränkend, ganz im Gegenteil. Immer wenn man sich ärgert, z.B. über die Politik, ist es immer erfrischend noch eine Instanz drüber zu haben. Gott ist mein imaginärer Freund, so wie Kinder häufig einen imaginären Freund haben. Gott, das ist das allumfassende. Du magst den Begriff "Gott" nicht so gerne. Das ist Dein gutes Recht. Jeder so wie sie oder er es mag.


      LG Uwe

    • Hallo Uwe,


      Ja eine göttliche Instanz über Allem kann sehr tröstlich sein. Darum hatten ja die Naturvölker meist mehrere Götter und wer die griechische Mythologie kennt, der weiss, dass all diese Götter auch sehr menschliche Züge und Eigenschaften hatten.


      Der jüdisch-christliche Gott jedoch wird als ein überirdisches Götterbild dargestellt und er verlangt, dass sich keiner ein Bild von ihm machen solle. Doch Menschen brauchen Bilder und so wurde er von vielen Künstlern als alter, weiser Mann mit weissem Bart und Körperfülle dargestellt. Aus dem gleichen Grund haben die Israeliten auf ihrem Auszug aus Ägypten auch das goldene Kalb erschaffen und diesen Götzen angebetet.


      Auch für mich ist Gott eine Art imaginärer Freund und Elterngestalt, die mir Mut machen, meinem Inneren zu folgen. Eine Art Gewissen, das mich immer wieder fragt: Willst Du das wirklich? Bist Du bereit, die Konsequenzen aus Deinen Gedanken und Träumen zu tragen? Meistens folge ich dieser Stimme. Oft gebe ich allerdings auch der Versuchung nach, nicht darauf zu hören und bekomme dann die Quittung. Dafür bin ich Mensch geworden um heraus zu finden, was die Konsequenzen sind. So ist das Leben spannend und lehrreich.

    • 🦋 Danke liebe Heidy, so sehe ich es auch.

      Als Kind war er mein Vater im Himmel , der ganz einfach immer da ist für mich und mich liebt , wie ich bin .

      Jetzt ist er formlos und doch immer noch gleich.

      Danke , dass ich ganz einfach so vertrauen kann.

      💞 Alles Liebe Euch 💞