Tag 18: Wie beeinflusst meine Intention den Ausgang von Wechselwirkungen mit meiner Umgebung und wo sind hier natürliche Grenzen?

Gestern wurde mir durch verschiedene Prozesse vor Augen geführt, dass meine Intention offenbar doch eine ganz erhebliche Rolle beim Wirken in dieser Welt spielt. Das erkenne ich auch heute wieder.


Wenn ich z.B. mit der Intention in einen Vorgang gehe, anderen ihre Unwissenheit vor Augen zu führen, wird mir meine eigene Ignoranz zurück gespiegelt.


Wenn ich mit Frust eine Situation gehe die mich ärgert, wird mir dieser Ärger zurück gespiegelt.


Es ist also ratsam die eigene Intention immer zu berücksichtigen und in jeder Hinsicht mit Bedacht vorzugehen. "What you put out is what you get back" sagte BASHAR, gechannelt von Daryl Anka. Ich sehe diesen Effekt der Intention auf die Ergebnisse meines Wirkens, in vielen meiner Interaktionen, derzeit recht klar. Und es betrifft viele Ebenen meiner Kommunikation und meines Verhaltens.


Wenn ich also zum Beispiel “einfach nur” freundlich bin, dann kommt “einfach nur” Freundlichkeit zurück, jedoch nicht mehr. Wenn ich nun aber tiefgründige Interaktionen wünsche (intendiere), dann muss ich auch tiefgründige Handlungen nach außen tragen. Wenn ich zurück gezogen sein möchte, spiegelt mir die Umwelt Zurückgezogenheit wieder. Wenn ich aggressiv bin, kommt Aggressivität zurück. Wenn ich hinterhältig oder unehrlich bin, kommen Hinterhältigkeit oder Unehrlichkeit zurück. Immer wird mir meine Intention zurück gespiegelt.


In Bezug auf Intention ist es natürlich wichtig zu verstehen, dass Intention allein nicht ausreicht. Sie muss von Aktivität und Handlungen aktiv gelebt werden. Sie muss die entsprechende Intention durch Aktivität gegleiten. Aktivität ist ein essentieller Bestandteil der Intention, denn ohne die richtige Intention wird nicht das richtige Ergebnis aus der Aktivität folgen. Auch hier gilt wieder "what you put out (durch Intention UND Verhalten) ist what you get back".


Doch dann sehe ich mir einen Film an und frage mich was derjenige Mensch wohl für eine Intention in sich trug, der plötzlich vor den Zug gestoßen, vergewaltigt, oder ausgeraubt wurde. Das kann ich in mein derzeitiges Gedankengebäude nicht einordnen. Wie passt das mit Intention zusammen? Oder wenn wir glauben, daß wir ungeschoren im dichtesten Verkehr über eine viel befahrene Straße laufen können, weil unsere Intention ist, heil hinüber zu kommen? Können wir dann die Naturgesetze ausser Kraft setzen? Oder glauben wir vielleicht nur halbherzig daran, dass wir wirklich unverletzlich sind (unsere Historie hat uns sehr wahrscheinlich anderes gelehrt) und unser Ego wird uns dann durch einen Vorfall (einen Unfall) zeigen, dass wir eben doch nicht unverletzlich sind, und unsere Intention keine Naturgesetze außer Kraft setzen kann.


Wo also hört unsere Intention auf, effektiv zu sein? Was können wir mit ihr beeinflussen und was nicht? Und wo hört unser Glaube auf? Was können wir mit dem Glauben beeinflussen und was nicht? Welche absolute Wahrheit existiert außerhalb unserer Intention und außerhalb unserer Glaubenssätze? Und bedingen unsere Intentionen und Glaubenssätze nun die reale Welt oder ist es umgekehrt und die Realität zeigt uns, welche falschen Glaubenssätze wir mit uns herum tragen? Oder ist es alles nicht so schwarz und weiß, gibt es vielleicht sogar beides, auch wenn es widersprüchlich erscheint?

  • Ich (an)erkenne, daß meine Intention einen Einfluss auf die Reaktionen hat, die ich in meiner Umwelt erzeuge.
  • Ich (an)erkenne, daß ich nicht sagen kann, welche Prozesse meine Intention beeinflussen kann, und wo die Grenzen dafür sind, oder ob es überhaupt Grenzen dafür gibt, außer denen, die ich für mich akzeptiere (Gravitation zum Beispiel).
  • Ich verpflichte mich, verstärkt meine Intention zu beobachten, bevor ich in die Interaktion mit anderen trete.
  • Ich verpflichte mich bei jeder Interkation mit anderen das bestmögliche Ergebnis für alle beteiligten zu intendieren.

Comments 2

  • Ich bin sehr dankbar, Deine Texte lesen zu dürfen - danke!

    Durch Dich grabe ich an Stellen des (Unter)Bewusstseins, wo ich sonst nicht grabe und das ist spannend und bringt (Erkenntnis)Freude...


    Die Intention nehme ich als Gefühl wahr, das das Mass meiner Absicht spiegelt. Mit welcher Absicht (re)agiere ich? Ist diese Absicht edel, arrogant, belehrend usw.? Mit welcher Absicht gehe ich blind über eine viel befahrene Strasse? Klar, weil ich etwas besonderes sein will und meine Göttlichkeit hervorheben ... nicht?


    Die Intention ist in meinen SELBSTforschungen wichtig und hat auf das Resultat einer Aktion, einen gewichtigen Einfluss. Doch ist sie bloss eines von vielen Instrumenten, welche wir auf dem Planeten zur Verfügung haben. Sie hat mich gelehrt, ein Teil der Aufmerksamkeit stets auf mich zu fokussieren und ein kleiner Teil auf das Aussen. Ich komme nämlich zum selben Schluss: "What you put out is what you get back" - also ist es gut, wenn ich weiss, was ich gebe, denn das kommt sowieso zurück. :-)

  • ich erkenne , dass im Aussen gespiegelt wird , wie ich mich verhalte , spreche und handle .

    Absicht ist geliebt und akzeptiert zu werden .

    Gebe ich mir dies selber , brauche ich die Absicht nicht ins Aussen zu projektieren .